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ZHOK - Klezmer & jiddische Lieder aus tiefer Seele

 

Zhok - Klezmer und jiddische Lieder aus tiefer SeeleZhok - Klezmer und jiddische Lieder aus tiefer Seele

Melodien von fröhlich-jauchzend bis klagend-betrübt, Rhythmen voller Lebensfreude - Musik mit Seele und Herz, voller Emotionen und Energie:

Klezmer ist für Gerhard Breier (Klarinette/Gitarre/Gesang) eine Herzensangelegenheit. Solo - etwa zu Vernissagen und als Umrahmung von Präsentationen - oder in Begleitung (gern bestens eingespielt mit Duo-Partnerin Tanja Opp am Akkordeon) präsentiert er Musik der osteuropäischen Juden sowie Eigenkompositionen. Interessante Hintergrundinformationen und Einblicke in den jüdischen Humor runden das unterhaltsame, ebenso kurzweilige wie abwechslungsreiche Programm ab.

Aus dem Konzert-Bericht/Kieler Nachrichten vom 3.7.18 von Beate König:

 "Tango voller Lebensfreude: Die sonnige Seite des Klezmer war beim Konzert des Duos Zhok in der Kirche Borby Programm. Musiker Gerhard Breier öffnete durch witzige Moderationen dem Publikum die Ohren für die rhythmischen Spezialitäten, die jiddische Musik und Tango aus Argentinien und Finnland auszeichnen.... immer neue, abwechslungsreiche Klänge, die Partisanen- und Liebeslieder, Balladen und zackige Tangos für die Zuhörer spannend machten. Breier nutzte bei Di Mame den Kontrabass nicht als Zupfinstrument, sondern verwandelte den Holzkorpus in einen Resonanzkörper, dem er mit Fingerspitzen, Knöcheln und der flachen Hand Trommelsounds entlockte..... erst eine gemütliche Kaffeetafel-Melodie im Walzertakt entstehen, dann wechselte das Tempo und steigerte sich in rasanten Vierern immer weiter in Richtung virtuoser Turbo: Bilder entstanden, wie eine Mutter im Multitaskingmodus gleichzeitig Schulbrote schmiert, Sportbeutel packt und die Kinder anzieht, bevor sie in den Tag starten. Das akustische Meisterstück wurde erkennend belacht und reich beklatscht. Berührend gestaltete das Duo das Lied Donna, den Vorläufer des bekannten Songs von Donovan und Joan Baez: Tragisch düster erzählte Breier als Sänger die Geschichte vom Kalb das zur Schlachtbank geführt wird und sich nicht wehren kann............. mit einer liebevoll gebundenen, leichten Melodie .......... die Geschichte von der Schwalbe, die frei in der Luft fliegt, als Kontrast dagegen. Mit dem Tango von Astor Piazolla Oblivion, das Vergessen, setzte Zhok zum Ende des Abend einen Kontrapunkt zu den vielen lebenslustigen Tanzmelodien, die die Füße der Zuhörer in rhythmisches Dauer-Wippen versetzt hatten. Langsam, intensiv und leidenschaftlich entwickelte sich die schmerzhaft schöne Tangomelodie, blühte auf, und versank mit dem letzten Ton .... kaum lauter als ein Windhauch, im Nichts. Bravo.

 

Aus der Kritik zum Konzert in der Owschlager Kirche anlässlich des Holocaust-Gedenktages von Anja Hasler/Landeszeitung 30.1.18:

"Lieder voller Glaube, Liebe und Hoffnung: Bei den instrumentalen Klezmer-Stücken ließ Breier abwechselnd Klarinette oder Kontrabass gefühlvoll "singen".... Die jiddischen Lieder sorgten für viele Gänsehaut-Momente..... Es gab stehende Applaus. Das Publikum war berührt und begeistert. "Es war unglaublich und sehr emotional", freute sich Anne Henning, die mit ihrer Freundin aus Eckernförde angereist war, über dieses Konzerterlebnis."
                  

Aus dem Konzert-Bericht in den Kieler Nachrichten vom 4.9.17 von Katharina Köhler:

"Reise durch Witz und Musik": Der Abend steht ganz unter dem Thema der traditionellen jüdischen Musik... Bei den ersten Stücken, in denen oft klagende, dramatische Klänge dominieren, entsteht in der Kirche eine spannende Atmosphäre. Das Publikum ist sichtlich angetan von der Kombination aus fremder Sprache, den für westlich geprägte Ohren ungewohnten Skalen, den komplexen Rhythmen und den ungewöhnlichen Taktarten wie dem 7/8-Takt.... Zwischen den Liedern warten die beiden Musiker mit Hintergrundwissen auf und erläutern außerdem, welche typischen Instrumente in der Musikrichtung zu finden sind. Nebenbei erhalten die Zuhörer eine Einführung in den jüdischen Witz... Bald meint man, den jüdischen Humor auch in der Musik wiederzufinden: vorwärtsstrebende Rhythmen, flinke Läufe, angeschliffene Töne. Die Beschwingtheit der Lieder greift auch auf das Publikum über - der eine oder andere Fuß wippt, und da, wo die Taktarten es zulassen, wird mitgeklatscht. Belohnt ........ mit warmem Applaus vom Publikum, dessen Nerv sie ganz klar getroffen haben.